Meine Krankengeschichte


2006 entwickelten sich in meiner linken Gesichtshälfte Sensibilitätsstörungen und Mißempfindungen. Sie fühlte sich taub an, ebenso konnte ich kalt und heiß nicht unterscheiden. Ich suchte den Hausarzt auf, der mich zum Neurologen überwies. Das durchgeführte MRT zeigte keinen Befund. Man ging von Stress als Ursache aus. Die Symptome verschwanden nach einigen Wochen.

2009 bemerkte ich eine merkwürdige Schwäche im rechten Bein. Mein Knie knickte beim Laufen plötzlich ein, besonders beim Treppenlaufen abwärts. Ich bin einige Male sogar fast gestürzt. Die Schwäche verschwand nach einigen Wochen.

2010 in der Schwangerschaft entwickelten sich Sensibilitätsstörungen in der linken Körperhälfte. Sie fühlte sich richtig taub an und kribbelte unangenehm. Nachts schlief ich z.B. einmal auf einem Perlenohrring, ohne es zu bemerken. Aufgrund der Schwangerschaft konnte man kein MRT durchführen und auch nicht  röntgen. Man ging davon aus, das das Kind auf einen Nerv drücken würde. Die Symptome verschwanden nach einigen Wochen.

2011, ein halbes Jahr nach der Geburt meines Sohnes, entwickelten sich wieder starke Sensibilitätsstörungen und Taubheitsgefühle in Armen und Beinen. Ich suchte den Hausarzt auf. Der überwies mich sofort in die Neurologie des örtlichen Krankenhauses.

Mittags im Krankenhaus angekommen, folgten Blutuntersuchungen, eine ( wirklich kurze) Anamnese, neurologische Untersuchungen (Finger-Nase Test usw.) und spät Abends ein MRT. Nach 5 Stunden im Krankenhaus und ohne das Ergebnis der Blutuntersuchung abzuwarten, stellte man mir die Diagnose MS durch den diensthabenden Arzt, den ich bis jetzt noch nicht gesprochen hatte!
Sie sei nahezu 100%, da ich viele frische Läsionen im MRT Befund hätte. Morgen sollte ich zur ersten Cortisoninfusion kommen und es würde eine Liquor-(Hirnwasser)Entnahme erfolgen, um die MS zu bestätigen.
Als der (negative) Liquor Befund eine Woche später eintraf, hatte ich aber sowieso bereits die ersten Cortisoninfusionen erhalten. Die Diagnose MS war gesichert. Auch der Chefarzt diagnostizierte eine MS mit schwerem Schub.
Nach 5 Tagen ambulanter Cortisongabe verschlechterte sich mein Zustand sehr. Es war mir inzwischen unmöglich eine Gabel zu halten, den Hosenknopf zu schließen, zu schreiben oder mein Kind zu wickeln. Meine Hände waren vollständig taub und annähernd komplett gelähmt.

Ich wurde daraufhin stationär aufgenommen und noch einmal, dieses Mal mit der doppelten Menge Cortison, behandelt. Im erneuten MRT zeigten sich Herde im Rückenmark. Mein Zustand besserte sich nicht sonderlich.

Zu keinem Zeitpunkt fragte man mich nach einem Zeckenstich oder weiteren Symptomen.

Nach der Entlassung wurde ich in eine 6wöchige Reha-Therapie überwiesen. Die Symptome bildeten sich sehr langsam und auch bis heute (ein halbes Jahr später) nicht vollständig zurück.
Leider hätte ich wohl etwas vom Schub „übrig behalten“, so die Ärzte.
Ich begann direkt im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt mit des Basistherapie und spritze Betaferon. Ein erneutes MRT, 6 Monate nach Diagnose und Basistherapie, zeigte neue Herde im Gehirn.

Nun sollte ich an eine MS-Schwerpunktpraxis überwiesen werden um eine Deeskalationstherapie einzuleiten. Meine MS sei besonders kompliziert und müsse dringend weiter behandelt werden, um weiter Behinderungen zu vermeiden. Inzwischen hatte ich eine Schwerbehindertenausweis mit 50% erhalten.

Ich stellte meine Diagnose zu keinem Zeitpunkt in Frage. Selbst ausgebildete Krankenschwester kannte ich die Symptome und vertraute natürlich den Fachärzten einschl. dem Chefarzt der neurologischen Station des Krankenhauses. Außerdem hatte ich den Chefarzt mehrfach auf evtl. andere Ursachen als der MS angesprochen, die er aber verneinte. Meine Tests auf Borrelien-Antikörper wären negativ.

Durch Zufall erfuhr ich durch einen Kollegen meines Mannes (selbst an Borreliose erkrankt und sehr aktiv in einer Patientenbewegung) über die häufige Fehldiagnose MS. Er stellte mir Informationsmaterial zur Verfügung.
Ich erkannte mich in so vielen Punkten wieder, dass ich begann, auf eigene Faust Informationen zu sammeln und das Internet zu durchforsten.

Plötzlich ergaben viele „Zipperlein“, über die man sich i.d.R. meist keine Gedanken macht, einen Sinn:
  • (immer wieder wechselnd) geschwollene Finger, die von selber wieder abschwollen,
  • Gelenkschmerzen, vor allem morgens in den Knien, Ellenbogen und Fingergelenken,
  • Fußschmerzen, besonders an den Fußsohlen,
  • nächtliche Schwitzattacken,
  • Wortfindungs- und Schreibstörungen einfachster Wörter,
  • Hormonstörungen,
  • Gewichtsprobleme, die ich mir nicht erklären konnte,
  • Das laute Knacken meiner Gelenke,
  • u. v. m.
Ich erinnerte mich an einen Zeckenstich mit Rötung Anfang des Jahres  2006, der kurz mit Antibiotika behandelt wurde.

Jetzt besorgte ich mir meine Befunde aus dem Krankenhaus und beschloss einen Spezialisten aufzusuchen. So hatte ich doch gelesen, dass z.B. eine frühe Antibiotikagabe die Bildung der Antikörper verhindern konnte. Waren deswegen evtl. meine Tests auf Borreliose negativ?
Der Spezialist machte eine ausführliche Anamnese (von ca. 2 Stunden) mit diversen Untersuchungen und äußerte den absolut dringenden Verdacht auf eine Neuroborreliose. Meine Befunde, meine Symptome und die Details aus der Anamnese ergaben ein eindeutig rundes Bild. Nach Ansicht des Spezialisten haben die Ärzte fehlerhaft gehandelt und nach der sehr frühen Diagnose MS die Augen vor Alternativen verschlossen.
Ein anschließender LTT Test in einem Labor in Berlin bestätigte die aktive chronische Borreliose-Infektion, die seit 2006 niemand bemerkte und die in einer vermeidlich eindeutigen MS-Diagnose endete.

Leider glauben mein Hausarzt und der Neurologe dem Gutachen des MS-Spezialisten nicht. Der LTT wäre nicht wissenschaftlich und sicher genug (obwohl inzwischen eine Studie vorliegt, die genau das beweist). Man habe aber großes Mitleid mit mir, so eine MS-Diagnose sei eben schwer zu akzeptieren.
Auf meine anderen Symptomeangesprochen, wie etwa die Gelenkschmerzen,  ging aber niemand ein.
Inzwischen habe ich zwei Spezialisten aufgesucht, die unabhängig voneinander eine Borreliose im Spätstadium bei mir diagnostizierten. Sie verschrieben mir unterschiedliche Antibiotika für drei Monate.
Inzwischen bin ich fast Symptomfrei und es geht mir sehr gut. Mein Neurologe nennt das weiterhin Zufall!

Kommentare:

  1. Hallo! Auch ich bin eine solche Fehldiagnose und sollte eigentlich gar nicht mehr leben, da ich eine ganz aggressive Form der MS hätte und der Chefarzt gab mir noch 7 Jahre!
    Das ganze ist nun 10 Jahre her und und Gott sei Dank habe ich mich nicht wirklich auf eine Behandlung eingelassen, da ich nie an eine MS glaubte. Alle anschließenden Borreliose Test verliefen positiv, auch ich bekam vor 9 Jahren kurzzeitig Antibiotika, aber die Krankheit schritt dennoch fort. Ich sitze im Rollstuhl, kann meine Beine gar nicht mehr bewegen, meine Hände funktionieren auch sehr schlecht. Bin nun seit 2 Monaten auch bei einer Spezialistin in Behandlung und nehme nun seit 34 Tagen Antibiotika. Ich werde die Viecher ausrotten und wieder gesund werden! Ich freue mich sehr für dich, dass du es schon geschafft hast und symptomfrei bist. Ich hoffe, ich werde ebensolches Glück haben.

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    1. Mir geht das alles sehr Nahe,Wichtig ist es nicht aufzugeben .Der Glaube daran das man jemanden finden wird ,ist der Schlüssel zum Erfolg.Mein Sohn und ich kämpfen seit 15 Jahren .ohne die Naturheilkunde wären wir verloren gewesen.Mittlerweile bin ich selbst Helpraktiker und ich habe viele Fälle von Fehldiagnosen.

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  2. Salut Katrin. Wir sind dir so unheimlich dankbar für diesen Blog!
    Bei meiner Freundin wurde MS diagnostiziert - einige Anzeichen sprechen jedoch eher für eine Borreliose. Könntest du evt. sogar einen Arzt empfehlen, der sich besonders mit der Differentialdiagnose auskennt und Termine vergibt? Wir kommen aus der Schweiz, sind aber bereit sehr weit zu fahren...
    Jedenfalls danken wir dir ganz herzlich für all die Informationen, die du hier zusammengetragen hast!!

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  3. hallo martina,
    deine geschichte hat mich sehr bewegt und es ist so gut zu hören, dass es dir mittlerweile wieder besser geht.
    ich habe ähnliche sympthoime, ms hat mein neurologe via mrt ausgeschlossen. aber niemand konnte mir auch nach nun 4 jahren arzteodyssee, in denen die symthome von jahr zu jahr schlimmer wurden, sagen, was mit mir los ist, geschweige denn welche behandlung meine symthome ein wenig lindern könnten. morgen bekomme ich endlich das ergebniss des ltt aus berlin. ich möchte dich gerne fragen, welche spezialisten du aufgesucht hast und wer dir geholfen hat. bin auch am überlegen (nach dem ltt ergebniss morgen) zu frau lorenz in minden Idie du in deinem blog ja auch verlinkt hast) zu fahren...
    wäre dir sehr dankbar für eine antwort
    alles liebe
    timm

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  4. Hallo Martina! Ich sitze hier mit Tränen in den Augen, weil ich mich sooft in deiner Leidensgeschichte wieder finde. Am liebsten möchte ich dich jetzt drücken. Ich habe soviel zu erzählen, dass das Schreiben darüber jetzt hier den Rahmen sprengen würde aber wie in einem anderen Kommentar erwähnt, habe ich auch nie wirklich an die Diagnose geglaubt und immer eine tiefe Gewissheit verspürt wieder gesund zu werden. Keiner versteht uns so gut wie ein Betroffener selber und ich suche schon so lange nach Leidensgenossen. Ich habe wie du, das Internet rauf und runter recherchiert aber auf deinen Blog bin ich doch erst jetzt gestoßen und das auch nur via das OnLyme-Aktion.org Forum. Bei mir wurden via Dunkelfeldmikroskopie Borrelien festgestellt und danach habe auch ich das Recherchieren verschärft und bin ebenso auf die Neuroborreliose gestoßen. Ich war wirklich geschockt und wie erstarrt auf meinem Stuhl als ich fast jedes einzelne Symptom auf mich beziehen konnte und genau wie du sagst, soviele die man gar nicht wirklich wahrnimmt und viele die ich nie in Worte fassen konnte, wie etwa "Kappenförmige Kopfschmerzen". Da ich noch bis Sommer nächsten Jahres in einer wichtigen Weiterbildungsphase stecke, nehme ich mir dieses ganze Prozedere für nächstes Jahr vor. Allerdings hat mir das Buch "Borreliose natürlich heilen" von W.D. Storl sehr geholfen, nämlich ungeachtet seines Titels, alleine schon wegen der Hintergrundinformationen und deshalb kann ich dieses Buch wirklich jedem Interessierten oder Betroffenen sehr empfehlen. Auch dir! Ich möchte gar nicht näher darauf eingehen, aber wie gesagt, alleine schon weger der Hintergrundinformation die dieses Buch bietet, muss man es als Betroffener gelesen haben und ob man die vorgestellten Therapieansätze jetzt umsetzten will oder nicht, bleibt ja sowieso jedem selbst überlassen.
    Es ist wirklich unglaublich wie engstirnig die Mediziner heute sind und in welchem 'scheuklappenförmigen' Muster diese verfahren! Das Leid dass wir und unsere Angehörigen erfahren müssen auf Grund von Routine und eben Engstirnigkeit ist keinem Masse vertrebar!

    Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und würde mich über Kontakt mit dir freuen!

    Ganz liebe Grüße aus Österreich,

    Alexandra

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  5. ich bin auf dein Blog durch die Borreliose gekommen. Ich leide selber nicht unter MS aber litt noch vor kurzem unter Hashimoto, auch einer Autoimmunkrankheit und lebte in Angst an MS zu erkranken, da bei Hashimoto wie bei MS wahrscheinlich auch, mehrere Autoimmunkrankheiten parallel auftreten können. Nach 28 Jahren hat sich herausgestellt, dass ich wahrscheinlich als Kind mit 10-12 Jahren einen Zeckenbiss erlebt haben muss. Selber habe ich es nie gemerkt. Nach langem Suchen und Arzt Odyssee habe ich endlich einen Arzt in Stockstadt gefunden, der die Patienten ganzheitlich behandelt und ernst nimmt und sich sehr viel mit Borreliose und Konfektionen und allen Krankheiten rum herum auskennt. Dr. Neidert müsste auf der Liste von Frau Seidel auch drauf sein. Es ist ein sehr netter, offener und kompetenter Arzt, der einen Patienten als Partner behandelt, der sich sehr viel Zeit für die Patienten nimmt und immer wieder neue Wege und Mittel ausprobiert, damit dem Patienten geholfen wird. Es kommt heutzutage sehr selten vor. Ich mache bei ihm die Behandlung nach Dr. Jadin und empfehle allen MS und autoimmunkranken Patienten das Buch von Dr. Jadin „CFS - Chronisches Erschöpfungssyndrom - eine Infektionskrankheit? zu lesen Das Buch erzählt von Rickettsiose. Es sind Bakterien, die auch von Zecken übertragen werden, aber nicht nur und die, die Zecken viel öfters als Borreliose auf die Menschen übertragen und eine der Hauptursachen für MS sind. Frau Dr. Jadin hat mit einer gepulsten Antibiotika-Therapie vielen Menschen geholfen aus dem Rollstuhl aufzustehen. Die Antibiotika nimmt man längere Zeit aber nur 7 bis 12 Tage im Monat. Dr. Jadin wohnt und praktiziert in Südafrika. Ich habe jetzt 7 Monate der Behandlung hinter mir und bereits nach dem 6 Monat war die Entzündung der Schilddrüse – also Hashimoto (ich hatte es seit 2007) weg bei mir, was die meisten Schulmediziner immer noch bestreiten oder auslachen. Es sind nicht alle Beschwerden schon weg und mein Körper wird bestimmt Jahre brauchen, bis es sich regeneriert hat, aber Du bist auf dem besten Weg mit Antibiotika wieder gesund und frei von MS zu sein. In dem Buch ist auch die Therapie und sonstiges sehr gut beschrieben, bzw. im Internet. Man nimmt nicht nur Tetrazykline aber auch Makrolide, Quinolone und Metronidazol dazu, da die Bakterien sehr tief in den Zellen sitzen und zuerst raus muessen. Seit kurzen nehme ich auch vom Arzt empfohlen Stammzellenkapseln Laminine, die die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und die kaputten Zellen regenerieren. Laminine testet ganze meine Familie und es wirkt wirklich fast Wunder. Ich habe bereits nach ein paar Tagen gemerkt, wie die durch Borreliose beschädigten Gefäße regeneriert werden, wie mein Harz nicht mehr stolpert und rast und anfängt an regelmäßig zu schlagen, die Müdigkeit nachlaesst, Hand und Fuß nicht mehr einschlafen in der Sitzposition oder wenn Beine übereinander lagen, Mg- Aufnahme hat sich verbessert. Ich kann Dir und allen MS und Borreliose Patienten es sehr empfehlen. Mehr Einzelheiten findet Ihr auf www.laminine-gesundhet.de
    Ich wünsche allen MS und Borreliose Patienten weiterhin viel Kraft und Erfolg bei der Therapie mit Antibiotika, die mir die Lebensqualität und wahrscheinlich auch mein Leben gerettet haben. Bei Fragen bitte unter sylwia.schuhmann@t-online.de kontaktieren.
    Sylwia

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  6. Entschuldigung, das wichtigste habe ich vergessen. Man kann nach Afrika die Blutprobe für einen Rickettsien- Test per Fedex verschicken. Das Blut muss zentrifugiert werden. Beim Interesse, kann ich die genaue Anschrift und die Bankverbindung Labor Dr. Jadin Euch zukommen lassen. Der Test kostet 150 Euro + Versandkosten je nach dem zwischen 100- 150 Euro. Dieser Test gibt 100% Sicherheit, dass man die Rickettsien auch in chronischer Form hat und man kann davon ausgehen dass Borreliose und Konfektionen auch vorhanden sind.

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  7. Hallo:)
    Auch bei mir wurde die aggressive Art von MS festgestellt. Doch irgendwie sagte mir mein Gefühl das etwas nicht stimmte. Alle 2-4 Monate hatte ich einen Schub der sich immer im Gesicht oder mit gangschwierigkeiten bemerkbar machte. Im Dezember 2014 bekam ich die Diagnose weil ich einen Schub erlitt mit Gang Schwierigkeiten. Da sagte man mir entweder MS oder bolleriose ...dann wurd nervenwasser entnommen und man sagte ok MS. Also verließ ich mich auf sein Wort. Doch heute nachdem ich seit drei Tagen wieder komische Anzeichen habe und nicht alleine bzw mir schwer alleine durch die Gegend laufen kann. Und im Gesicht Kälte Gefühl habe. Mir meine Gelenke auch weh tun und knacken! All das hab ich vorhin über bolleriose gelesen .
    Ich bin sprachlos wie viel auf mich zu trifft zumal ich letztes Jahr Ca 4 Stiche von pferdebremsen hatte. Die unter anderem sowas auslösen können. Jetzt hole ich mir zweiten Rat beim anderem Arzt! Ich bin sprachlos und relativ genervt . Ich hätte warscheinlich garnicht so leiden müssen:(. Hab 4 Krankenhaus Aufenthalte gehabt in nur einem halben Jahr.

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  8. Hallo, ich heiße Dorothe, bin 41 Jahre alt und seit 2 Monaten auf MS diagnostiziert. Mit allem: Liquor oligoklonale Banden, MRT mehrere Herde und Beinprobleme schleichen links seit 6 Monaten und sehr schneller Verschlechterung. Seit Cortisongabe sind Symptome schlechter geworden, inzwischen schläft mir jede Nacht der rechte Arm bis zur totalen Gefühllosigkeit ein. Ich habe noch keine Basistherapie und bin sehr depressiv. Denn entweder es ist eine sehr schwere Form einer progredienten MS oder...???? Im Juli 2011 hatte ich eine Borreliose mit 3 Wöchiger Dixitherapie. Anschließend keine Blutkontrolle. Jetzt bei MS Diagnose IgM über 200. IgG negativ. Neurologie sagt Seronarbe. Im Liquor 5 Zellen, keine Antikörper, keine positive PCR, Westernblot negativ. Sie haben sich wirklich bemüht...
    Jetzt gibt es immer noch Neurologen, die mir eine RRMS sagen, die ich wohl am allerwenigsten habe, was meine schleichenden Symptome angeht....aber alle schließen Neuroborreliose aus. Dabei wohnen wir im Hochrisikogebiet und ich hatte seit damals sicher weitere 3-4 Zeckenbisse. Keiner will eine Antibiotikatherapie versuchen. Bitte helft mir. Bitte um Konaktaufnahme. Ich will es weinigstens versuchen. Besonders der Beitrag von Ria hat mich sehr bewegt, aber ihr Blog ist zu. Nächste Woche gehe ich in eine MS Spezialklinik. Ich will keine Basistherapie...ich will Antibiotika.
    P.S. Die Messungen des Heilpraktikers sagen keine MS, Borrelien natürlich positiv!!

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  10. Liebe Katrin,
    wie ist es dir ergangen und geht es dir aktuell?
    Welche Therapie hast du durchgeführt?
    Meine Geschichte ist genau wie deine nur das ich die Kortison Stosstherapie aufgrund der massiven Verschlechterung abgebrochen habe.

    Liebe Grüße

    Andi

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  11. JETZT beginnt mein Leben noch einmal neu! … Der Arzt versicherte, dass die Medikamente wirken! … 20 verlorene Jahre!


    Von VOLTAIRE – französischer Philosoph und Schriftsteller – und einer der meistgelesenen und einflussreichsten Autoren der französischen und europäischen Aufklärung – stammt die Aussage: „Ärzte geben Medikamente, von denen sie wenig wissen … in Menschenleiber, von denen sie noch weniger wissen … zur Behandlung von Krankheiten, von denen sie überhaupt nichts wissen!“

    Und Aldous Huxley, britischer Schriftsteller (1894-1963) sagte einst: „Die medizinische Forschung hat so enorme Fortschitte gemacht, dass es praktisch überhaupt keine gesunden Menschen mehr gibt.“

    Doch lesen Sie diese Zeilen:

    NEU GEBOREN

    Der Arzt sagte mir, dass diese ‚meine Krankheit‘ (MS) unheilbar ist.
    Der Arzt sagte mir, dass ich nicht daran sterben werde.
    Der Arzt sagte mir, das ich mich daran gewöhnen muss.
    Der Arzt sagte mir, dass noch niemand weiß, woher diese Krankheit kommt.

    ICH STEHE UNTER SCHOCK UND HABE EINFACH NUR ANGST!!

    Der Arzt versichert mir, dass man intensiv forscht.
    Der Arzt hat mindestens ein Medikament, das ich permanent nehmen muss.

    Der Arzt sagt mir nicht, das mein körperlicher Zustand – mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit – bei dieser Krankheit nach 20 Jahren der gleiche wäre, egal ob ich Medikamente nehme oder nicht.

    Der Arzt empfliehlt mir Vorträge zu dieser ‚Krankheit‘, er hat für mich viele Broschüren, die ‚meine Krankheit‘ erklären.
    Der Arzt hat immer Zeit für mich.

    Der Arzt versichert mir, das die Medikamente zu wirken scheinen und stellt mir ein neues Rezept aus. Für neue Symptome bekomme ich ein neues Medikament, damit ich 10 Meter weiter laufen kann! Dass ich nicht mehr vor halb drei einschlafen kann sagt er mir nicht, aber dagegen gibt es sicher auch ein Medikament.

    Mein körperlicher Zustand verschlechtert sich, weil das “so ist” bei dieser “Krankheit”! Der Arzt kann da nichts mehr machen!

    Wenn mich der Arzt aufgibt, fange ich an zu kämpfen. Ich stelle fest, dass es eine Krankheit gibt, die exakt die gleichen Verläufe, Symptome und MRT Bilder hat. Diese Angst machende Krankheit “MS” ist nur ein Bündel an Symptomen. Aus der Krankheit der 1000 Gesichter wird die Krankheit der 2000 Gesichter. Man nennt sie ‚Borreliose‘, das Chamäleon unter den Krankheiten, die mindestens 20 Krankheitsbilder imitieren kann!

    Die von der “unheilbaren” Krankheit Betroffenen glauben, ich sei unbelehrbar und beschimpfen mich. Zum Arzt gehe ich nicht mehr und die Pharmaindustrie hat durch mich 200.000 Euro weniger Einnahmen in den nächsten 10 Jahren.

    Ich werfe ALLE Medikamente weg, und lasse mich auf eigene Kosten behandeln. Ich merke, dass die Symptome der ach so “unheilbaren” Krankheit verschwinden und fühle mich von Tag zu Tag besser. Meine Angst verschwindet und ich habe wieder Hoffnung.

    DER SCHOCK SITZT ABER IMMER NOCH TIEF IN MIR

    Medizin ist eine Religion – der Arzt glaubt, die Krankheit kommt von dort – er glaubt, die Krankheit könnte da oder da enden! Zumindest sagt er das! – Aber: MEIN Glaube hat mir geholfen!

    Ich weiß nicht, wie ich nun mit ’20 verlorenen Jahren‘ umgehe, ich weiß nur eins: Mein Leben beginnt noch einmal neu! Ich danke meiner Partnerin und Freundin, die nie an mir zweifelte und deren Liebe mich gehalten hat!

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  12. Hallo und vielen Dank für den tollen Artikel zur Krankheitsgeschichte. Wie lange ist denn heutzutage die Wartezeit auf ein MRT? Meine Bekannte musste etliche Wochen warten.

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